Hypnotherapie 2018-08-09T17:55:49+00:00

Hypnotherapie

Hypnotherapie/klinische Hypnose

Obwohl Hypnose seit Jahrtausenden erfolgreich als Heilmethode eingesetzt wird, konnte sie sich erst in neuester Zeit von der Laien- und Showhypnose abgrenzen. Heute gilt die Hypnotherapie als sehr wirksame Psychotherapie und ist seit 2006 in Deutschland offiziell als wissenschaftlich fundierte psychotherapeutische Methode anerkannt.

Hypnotherapie-Methoden können eigenständig als Hypnotherapie oder in Kombination mit der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie eingesetzt werden.

Gerne können Sie einen Termin vereinbaren.

Anwendungsbereiche

  • Ängste (soziale Ängste, Panikattacken, etc.)
  • Depressionen, Burn-Out
  • Zwänge
  • Psychosomatische Störungen, bei denen psychische Faktoren und körperliche
    Erkrankungen in Wechselwirkung miteinander stehen (z.B. Reizdarm, Schlafstörungen etc.)
  • Bewältigung von chronischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen
  • Folgen traumatischer Erfahrungen (aus der Kindheit, nach Unfällen etc.)
  • Stressfolgen
  • Prüfungsangst.

Die Dauer der Therapie richtet sich nach der Erkrankung, den Therapiezielen und der persönlichen Situation des Patienten. Bei depressiven Erkrankungen oder chronischen Schmerzen dauert die Behandlung im Allgemeinen länger.

Wie wirkt Hypnose?

Der Patient wird durch gezielte Formulierungen des Hypnotherapeuten in einen veränderten Bewusstseinszustand, die hypnotische Trance, geleitet. Diese Trance ist mit dem angenehmen Zustand kurz vor dem Einschlafen vergleichbar. Sie gilt als ein veränderter Bewusstseinszustand, der zu subjektiven und physiologischen Veränderungen führt, die psychotherapeutisch eingesetzt werden können. Zu den subjektiven Veränderungen zählen u.a. eine Umverteilung der Aufmerksamkeit „nach innen“, leichterer Zugang zu Gefühlen oder eine veränderte Körperwahrnehmung.

Der Körper kommt zur Ruhe, durch die Entspannungsreaktion beruhigen sich Herzschlag und Atmung, der Blutdruck sinkt. Mental erlebt man in der Trance Ruhe, Gelassenheit, Ausgeglichenheit, aber auch Kraft, Sicherheit und Lebensmut. Das Denken verändert sich, es kommen eher Bilder und eine Aktivierung der Sinne zum Tragen. Die Aufmerksamkeit verlagert sich von der Außenwelt auf das innere Erleben.

Die erwähnten Veränderungen findet man nicht nur bei Hypnose, sondern auch bei anderen veränderten Bewusstseinszuständen, die durch Entspannungsverfahren, Tagträume, Laufen über lange Distanzen, Meditation oder intensive innere Imaginationen erzeugt werden. Unter diesem Aspekt sollte der Begriff „Hypnose“ nicht als Bezeichnung für einen einzigartigen Bewusstseinszustand verwendet werden, sondern als Bezeichnung für eine Methode, mit der die oben erwähnten Veränderungen erzielt werden können. Das Besondere an der Hypnose ist also nicht der Zustand, sondern das, was mit der Methode „Hypnose“ in diesem Zustand erreicht werden kann.

Im Patienten vorhandene Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen, Talente, Neigungen und Stärken können mit den hypnotherapeutischen Techniken verfügbar gemacht werden. Bisher unbewusste Bewältigungsstrategien, positive Erfahrungen und eigene Stärken werden für eine erfolgreiche Therapie genutzt. Eigene „Ressourcen“ können somit zur Bewältigung körperlicher und psychischer Probleme eingesetzt werden.